BEUTEN WIR TIERE AUS, WEIL WIR SIE FÜR NIEDRIGER HALTEN, ODER HALTEN WIR TIERE FÜR NIEDRIGER, WEIL WIR SIE AUSBEUTEN?


DOMINION - HUMAN ANIMALS | Question by Roland Straller




Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft wie wir sie heute kennen, kann man sich ohne die Jagd, den Speziesismus, die Domestizierung von Tieren und die wichtige Rolle, die zum Beispiel Viehwirtschaft und Pferde für den Verlauf der Geschichte (wie etwa in Kriegen) spielten, kaum vorstellen. Die vielleicht entscheidendste Revolution in der Menschheitsgeschichte geschah vor 10.000 Jahren mit dem Übergang der Jäger- und Sammlerkultur zur Ackerbau treibenden Gesellschaft. Statt eines nicht sesshaften Lebenswandels, bei dem Nahrung gesammelt wurde, wo immer sie zu finden war, begannen die Menschen, sich in einer Gegend anzusiedeln, um Pflanzen und Tiere zu kultivieren (Landwirtschaft und Viehwirtschaft). Damit begannen wir, eine wachsende Anzahl an wilden Spezies zu domestizieren.

Die „Domestizierung“ von Tieren ist dabei ein Euphemismus für systematisches Einsperren, Kastrieren, Anbinden, Brandmarken, Ohren kupieren, Züchten, Ausbeuten und Töten. Um sie zu unterwerfen, zu versklaven sowie als Besitz zu beanspruchen und sie für Nahrung, Kleidung, zum Arbeiten (zum Beispiel zum Pflügen), zum Transport und im Krieg auszubeuten, erfand der Mensch Ställe, Käfige, Halsbänder, Ketten, Fesseln, Peitschen, Spieße und Brandeisen.

(Aus dem Buch » TOTALE BEFREIUNG von Steven Best – ECHO Verlag 2014)




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