BRAUCHEN MENSCHENAFFEN MENSCHENRECHTE?


GREAT APE- HUMAN ANIMALS | Question by Roland Straller





1993 initiierten die Philosophen Peter Singer und Paola Cavalieri das Great Ape Project (GAP) , das für Orang-Utans, Gorillas, Bonobos und Schimpansen einige jener Privilegien einfordert, die bisher nur für Menschen gelten: Recht auf Leben, Recht auf Freiheit und ein Verbot der Folter. Augenmaß ist also gewahrt, denn niemand fordert ein Recht auf Bildung für Bonobos, ein Wahlrecht für Gorillas, Datenschutzregeln für Schimpansen oder ein Mindestalter für Sex unter Orang-Utans. Unterstützt von renommierten Primatologen macht sich das Great Ape Project dafür stark, die „Gemeinschaft der Gleichen“ zu erweitern. Es würde somit als strafbares Unrecht gelten, Menschenaffen in medizinischen Experimenten zu schädigen, sie in Gefangenschaft unter unwürdigen Bedingungen zu halten, zu Tode zu richten oder ihren Lebensraum zu zerstören. Da Menschenaffen über ein Bewusstsein verfügen, sich mental in andere Wesen hineinversetzen und in die Zukunft denken können, sollen sie als Personen anerkannt und als Individuen respektiert werden.


Das Great Ape Project (GAP) gilt als eines der Vorzeigeprojekte der internationalen Tierrechtsbewegung. Nach der Verleihung des Giordano-Bruno-Ethikpreises an die GAP-Initiatoren Paola Cavalieri und Peter Singer Anfang 2011 übernahm Colin Goldner den Posten des GAP-Koordinators im deutschsprachigen Raum. Seine erste „Amtshandlung“: Unterstützt von der Giordano-Bruno-Stiftung, der Albert-Schweitzer-Stiftung, der Tierschutz-Stiftung sowie den Vereinen Menschen für Tierrechte, Tierrechte aktiv und ANIMAL RIGHTS WATCH (ARIWA) brachte er eine Website an den Start, die über die Ziele und Strategien des Great Ape Project aufklärt.

(Quelle: great-ape.de)




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