WARUM LASSEN WIR ES ZU, DASS JÄHRLICH WELTWEIT ÜBER 1 MILLIARDE "TONINHOS" GETÖTET WERDEN?


TONINHO - HUMAN ANIMALS | Question by Roland Straller





In dem kleinen Dorf Vilarandelo, im Norden Portugals, wurde 2015 wieder eine besondere Tradition gepflegt: Die Aufzucht des "Antoniusschweins" benannt nach dem gleichnamigen Heiligen, dem in Vilarandelo auch eine Kapelle gewidmet ist. Es ist dort Brauch, ein Ferkel, das den Namen „Toninho“ trägt, im Dorf herumlaufen zu lassen. Jeder, der mag, gibt dem Tier zu essen, damit es groß und fett wird. Das gute Leben sollte freilich nur bis Weihnachten währen, dann wäre Toninho nämlich der Hauptpreis einer Lotterie gewesen und hätte dem glücklichen Gewinner die Speisekammer füllen sollen.

Doch Toninho hat Schwein gehabt: Das Ferkelchen mit dem schönen weißen Streifen im Gesicht, so fröhlich war es durch die Straßen gehüpft, so lustig hatte es mit dem Ringelschwänzchen gewackelt.

Und als es größer wurde, ließ es die Kinder sogar auf seinem Rücken reiten. Toninho! Die Menschen im Dorf lächeln, wenn sie von ihm reden. Sie sprechen von "Zuneigung" und dass es "wie ein Mensch" sei.
 
Toninho also hat sich derart tief in die Herzen gequiekt, dass es niemand übers Herz brachte, das Tier zu töten. Und so stand fest: Tradition hin, Tradition her: Toninho wird nicht gegessen. Toninho soll am Leben bleiben. So lange wie möglich.


(Quelle: Artikel von Claudia Becker auf www.welt.de | 19.12.2015YouTube Video von "Toninho")



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